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2012 – CORPUS MILITARIS

Tanz-/Performance

„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“
Stell dir vor DU kämpfst im Krieg, aber dein KÖRPER nicht.
Du wirst niemals aufgrund körperlicher Erschöpfung danebenschießen.
Du wirst niemals den Rückstoß deiner Waffe spüren.
Du wirst niemals zur Geisel werden.
Du wirst niemals deinem Ziel in die Augen schauen.
Du bist unverwundbar. Du bist unsterblich.

Christian Weiß und Verena Wilhelm loten in CORPUS MILITARIS aus, was es heißt, wenn der „Faktor Mensch“ als zu fehlbar und unzuverlässig eingestuft und ersetzt wird: durch Maschinen, die dann mit unserem Willen und in Perfektion das vollbringen, was unser Körper nicht zu leisten im Stande ist.

Sie thematisieren die „Ent-Menschlichung“ von Krieg – mal bedrückend und berührend, mal skurril komisch, lenken sie unser Bewusstsein immer wieder zurück auf das Individuum, den verletzbaren Körper im Kampf.

Von und mit Christian Weiß & Verena Wilhelm – Choreographie: Verena Wilhelm –  Klangbildkomposition: Peter M. Glantz – Bühne/Licht: Christian Weiß – Kostüme: Petra Heidrich

Eine Produktion von mehrsicht/xweiss in Kooperation mit Werkstattmacher e.V. und LOFFT.Leipzig.
Gefördert von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Niedersachsen.