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2015 Weißabgleich

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Weißabgleich

„Weiß als solches gibt es nicht. Was es gibt, ist eine Empfänglichkeit dafür, Weiß zu empfinden. Je enger unsere Beziehung zu Weiß wird, desto leuchtender wird unsere Welt und desto intensiver werden die Schatten.“ (Kenya Hara)

Bereits als Kind machte man die Erfahrung, dass das Weiß irgendwie anders war. Während in den Schulmalkästen alle Farben in Näpfen frei zugänglich waren, befand sich das Weiß in einer Tube. Es war die einzige Farbe, die sich dick auftragen ließ und auf dem Malgrund als Materie haftete.

Christian Weiß erklärt das, was sein Name beschreibt, zur Grundlage seiner Recherche. Er beleuchtet und untersucht die Farbe, das Wort, das Konzept, die Materialität und den Raum, den das Weiß formt.

Als Soloperformance entwickelt, ist es eine persönliche Reise, die unsere Aufmerksamkeit für Detail, Vertiefung und Verfeinerung aktiviert und dazu führt, unser Verständnis der Sinne jeden Abend aufs Neue kritisch zu hinterfragen. Vielleicht sogar zu revidieren und auf Grund des Freiraums, den Weiß bietet, jeden Abend einem neuen (Performer-, Tänzer-, Schauspieler-) Gast die Möglichkeit zu geben, gemeinsam eine neue Schattierung von Weiß zu erzeugen.

Eine Arbeit von und mit Christian Weiß und so einigen Gästen. Eine Produktion von xweiss.